Money Diaries: Wie es sich als Fashion Director & freie Stylistin in Berlin mit 14.400 € netto lebt

Corona hat eingeschlagen wie eine Bombe. Bei allen, das weiß ich, und ich will mich hier auch gar nicht beschweren, denn ich habe eigentlich genügend Rücklagen und Sicherheiten – da geht es anderen viel schlechter. Trotzdem möchte ich meine Geschichte erzählen. Die Modebranche stand für einige Zeit still und ich wusste nicht, wohin mit mir. Wohin mit all der Energie, wohin mit all meinen Ängsten, wohin mit all meinen Träumen? Kurzarbeit bei dem kleinen Modemagazin, für das ich normalerweise an vier Tagen in der Woche gerne an meinem Schreibtisch sitze, mit meinen Kolleg*innen morgens den schlechten Kaffee in unserer kleinen Küche schlürfe, während wir uns über Privates austauschen, bevor es in die tägliche Konferenz geht, wo heute so banal erscheinendes wie der neue Denim-Trend besprochen wurden. Zwei Stunden in der Woche Beschäftigung im Home-Office, statt acht, manchmal neun, oftmals vor der Abgabe bis zu zwölf Stunden Beschäftigung. Freie Aufträge als Stylistin konnte ich mir vorerst komplett abschminken. Zum Glück kamen nach dem ersten Schock dann wieder ein paar Jobs rein. Per Zoom-Call. Egal, Hauptsache mal wieder was zu tun. Mein Ehemann hat sofort gemerkt, dass ich mental nicht klarkam. Wie sollte es auch anders sein, von heute auf morgen sah auch er mich den ganzen Tag. Sein Arbeitgeber kürzte zwar weder seine Stunden, noch sein Gehalt (thank god!), er durfte meine Laune, meine Rastlosigkeit, die Identitätskrise und meine darauf folgende depressive Episode 24/7 miterleben. Bis ihm meine Grübeleien à la „Warum mache ich so etwas Stumpfes? Es gibt so viel Wichtigeres auf der Welt, als Mode. Ich hätte doch, wie meine Mutter Krankenschwester werden sollen. Ich halte die Stadt nicht mehr aus.“ zu viel wurden und er mich aufs Land entführte. Raus in die Natur, arbeiten konnten „wir“ auch außerhalb des Dunstes der Hauptstadt. Im Grünen, im Tiny-House schien die Welt plötzlich wieder in Ordnung und mein Lebensweg gar nicht mehr so oberflächlich. Denn ich erkannte, wie wichtig das Schöne im Leben ist. Und dazu zählt auch Mode und die Freiheit, sich mithilfe von Kleidung ausleben zu können. Für mich war die Flucht aus dem Smog der Großstadt die Rettung, denn sie erdete mich und drückte in meinen Kopf auf Pause.

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

DAYLI NEWS | WORLD NEWS | NEWS TIME | CELEBRITY NEWS | TOTAL TRAVEL | EWG MEDIA | EWG SHOP | EWG EASY SHOP | EWG TRAVEL | BOOK TRAVEL24 | TRAVEL VIDEOS | PREISKEY TRAVEL | TIPS-NET | MANY TIPS | BUSSINES NEWS | DEBT | LONAS | MESOTHELIOMA | WERTVOLLE TIPPS | GELD AUTOMAT | HEIMARBEIT |
E-MAIL MARKETING| MINI SHOP | WEBSEITEN GENERATOR | MONEY MASCHINE | MODE | VERGLEICHE | STRAND & BADEMODE | KOSMETIK SHOP | DAMENMODE | DESSOUSE SHOP | DROGERIE SHOP |